Drucken

Portrait

Ortstockhaus in Braunwald, 1931 (Arch. Hans Leuzinger)

Heimat ist ein Prozess einer permanenten Gewinn- und Verlustrechnung, nicht ein harmonisches und statisches Bild.
Hans Leuzinger

Wurde Heimatschutz in früheren Zeiten eher konservierend und bewahrend verstanden, enthielt die Bewegung im Glarnerland seit Anbeginn auch das Bemühen um Entwicklung und positive Veränderung. Die Erhaltung des Bestehenden war gleichgewichtig mit den Anstrengungen zur Gestaltung des Neuen. In beiden Bereichen war und ist das Credo zur Gestaltungsqualität verankert. In diesem Sinne war und ist der Glarner Heimatschutz progressiv und kreativ.

Hans Leuzinger im Heimatschutzbüchlein von 1952:
Der Heimatschutz will aus dem Lande kein Museum machen und weiss, dass das Gesicht der Heimat im Laufe der wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung nicht das gleiche bleiben kann. Die neuen Bauten sollen nicht schlechte Kopien der alten sein, welche unter ganz anderen Verhältnissen entstanden.  Man soll einem neuen Organismus kein altes Kleid überwerfen. Die äusserliche Übernahme alter Bauformen ist eine gefährliche Sache.
(...) Nun gilt es, auch die neuen Baustoffe materialgerecht verarbeiten zu lernen und aus ihnen an Form und Materialschönheit das Beste herauszuholen. Dies ist der moderne Standpunkt, den auch der Heimatschutz einnehmen muss, wenn er lebensfähig bleiben will.(...) Möge die Schrift mit dazu beitragen, das gute Alte zu erkennen und zu erhalten und das Neue zu gestalten.